Unternehmen und Esoterik

Wie Aufstellungsarbeit, mentaler Rucksack und Unternehmensentwicklung zusammenpassen

 

Es ist sinnvoll, neben Fragen der Führung, des Fähigkeiten Ausbaus und der Optimierung der Unternehmenskultur auch weitere Themenbereiche zu beleuchten und aufzudecken. Hier schlummern Potentiale, die eine Optimierung und Verbesserung des Gesamtunternehmens ermöglichen. Erkennt man die Zusammenhänge der Teilbereiche, so werden neue, lösungsfokussierte Ansätze erkennbar und umsetzbar.

Wie passen nun Aufstellungsarbeit, der mentale Rucksack und Unternehmensentwicklung zusammen?

Mitarbeiter im Unternehmen sind alle auch Teil einer Familie. Und damit tragen sie alle ein emotionales Gepäck, von dem sie mehr oder weniger gesteuert und beeinflusst werden.

Ohne dass wir es bewusst erkennen, kommen wir mit einer Grundausstattung auf die Welt. Vieles davon ist sinnvoll, vor allem in den ersten Jahren. Es ermöglicht den kleinen Wesen eine geordnete und gesicherte Entwicklung.
Zusätzlich kommt es zu einer “Frühkindlichen Bindung” vor allem in den ersten Jahren. Oder auch nicht. Versäumen es die Eltern oder Bezugspersonen, das Baby und Kleinkind in dieser Zeit mit der nötigen Liebe, Zuwendung und Empathie zu versorgen, verliert das Kind das Interesse und wächst ohne Ausbildung von Empathie auf, einer der Schlüsselqualifikationen der Gegenwart und Zukunft. Weitere Resultate sind die Folge.

“- Bindung und spätere Entwicklung – Unsichere Bindung wird in Zusammenhang gebracht mit: • mehr somatischen Beschwerden, • emotionalem Rückzug, • stärkerer Angstentwicklung, • höherem Cortisolspiegel (Stress-Hormon!), (vgl. Votrubee, 2010)”. Dr. Melanie Schön, Dipl.-Psychologin http://bit.ly/FrühkindlicheBindung

Diverse Artikel zur frühkindlichen Bildung werden unterstützt durch die Aussage Daniel Golemans (Buch: EQ Emotionale Intelligenz), die Empathie Fähigkeit wird vor allem in den ersten 3 Lebensahren erlernt und gefestigt.

Das hat Folgen für den mentalen, emotionalen Rucksack und das Verhalten gegenüber anderen Menschen.
Fast alles passiert in unserer Gesellschaft durch zwischenmenschliche Interaktion.

Wir haben fast immer mit anderen Menschen zu tun. Bekannte Waisenkind Versuche (Versuche zur Sprachentwicklung (Kaspar-Hauser-Versuche) Friedrich II. von Hohenstaufen) haben gezeigt, dass ohne Zuneigung und emotionale Interaktion kein Leben möglich ist. Die Waisenkinder starben trotz Ernährung und wohl auf Grund fehlender sensorischer Stimulation Zuneigung.

Wir alle wollen etwas von anderen Menschen oder diese von uns. Vom Partner, vom Kunden, vom Lieferanten, vom Freund, von den Eltern oder Familienangehörigen, von Geldgebern, vom Zuhörer von Mitarbeitern, von Vorgesetzten, etc…

Zusätzlich lernt der Menschen in den ersten 7 Jahren von anderen Menschen, Eltern, Oma, Opa oder anderen Betreuern. Bruce Lipton, Zellbiologe erklärt hierzu Details in seinem YouTube Video: http://bit.ly/BruceLipton-Youtube. Der Mensch erkennt und kopiert Programme und Strategien, übernimmt Verhaltensweisen und Denkweisen, ahmt Aktionen und Reaktionen nach und lernt etwas über Gefühle und Miteinander – mal mehr mal weniger. Das alles sind Programme, die im Ursprung nicht unsere eigenen sind. Und dann fragen wir uns manchmal, warum wir so sind, wir sind.

In einem Urlaub mit meiner Familie inklusive meiner kleinen Tochter und meinen Eltern beobachtete ich meinen Vater im Umgang mit meiner Tochter. Dann fiel mir auf, dass er ja genauso wie ich handelte und dass mir das zu dem Zeitpunkt aus irgendeinem Grund nicht gefallen hat. Einige Sekunden danach erschrak ich bei der Erkenntnis, dass es ja genau umgekehrt ist. Ich war wie er geworden. Und dabei hatte man sich doch als Teenager und auch noch später immer eingeredet, dass man dies und jenes auf jeden Fall anders machen würde, wenn man selber mal eine Familie hat.

In diesem Zusammenhang habe ich ein interessantes Buch entdeckt, was mich sehr beeindruckt und gefesselt hat. Es geht um “Transgenerationale Übertragungen” innerhalb der Familie. “Sandra Konrad, Das bleibt in der Familie” http://bit.ly/bleibt_in_der_Familie

“Beim Zeitpunkt unserer Geburt, bisweilen schon ein wenig früher, werden uns von unserer Familie bestimmte Rollen und damit verbundene Aufträge zu gewiesen.”

“Im Mutterleib fängt es an: das noch ungeborene Kind wird mit Gefühlen und Erwartungen überschüttet. […]So unterschiedlich die Botschaften und die Kanäle, über die diese übertragen werden, auch sein mögen: Sie kommen alle beim Kind an[…]Jeder Mensch wird von seiner Familie mit einem Bündel an Botschaften, Aufträgen und Glaubenssätzen ausgestattet.”

“Verkehrte Welt – wenn Kinder die Eltern Rolle übernehmen.”

“Oft sind die Konflikte unseres Lebens eine Weiterführung von alten, familiären Konflikten.”

Und jetzt sind diese Menschen als Mitarbeiter in einem (Ihrem) Unternehmen beschäftigt. Was machen Sie dort mit all ihren Erfahrungen und ihrem emotionalen Gepäck. Was steckt alles im mentalen Rucksack und wie beeinflusst der Inhalt das entsprechende Verhalten? Heutzutage ist Coaching und Selbsterkenntnis präsent und viele Menschen nutzen die Möglichkeit, sich selbst kennen zu lernen, die eigene Potentialentfaltung voranzutreiben und ein bewussteres Leben zu führen. Das bedeutet auch, zu wissen und zu erkunden, wie man auf bestimmte Dinge reagiert, welche Programme aktiv sind und welche davon hilfreich und weniger hilfreich sind. Weitergehend geht es darum, einen eigenen Weg zu finden und seine Potentiale zu entwickeln und freizusetzen.

“Es gibt keinen geraden, ordentlichen, richtigen Weg. Und trotzdem ist das Ziel klar: ein eigenes Drehbuch schreiben. Eigene Wege beschreiten. Familiäres Gepäck ablegen.” Sandra Konrad, Das bleibt in der Familie

“Persönliche Entwicklung bedeutet herauszuholen, was in Ihnen steckt.” div. Quellen

Und was geschieht nun, wenn mehrere Familienangehörige in einem Unternehmen tätig sind? Sei es der Inhaber, der seine Frau beschäftigt (oder umgekehrt). Wenn die Kinder neben dem Vater oder Mutter (oder beiden) im Unternehmen oder sogar in der Geschäftsleitung agieren (reagieren)? Wann genau ist die Ehefrau die Beziehungspartnerin, wann die Angestellte, die Sekretärin oder Mitunternehmerin? Sandra Konrad beschreibt dieses Thema in ihrem Buch mit vielen Beispielen.

“Familie im Unternehmen[…] Rivalisierende Kinder, die um die Führung der Firma und um die Anerkennung des Vaters kämpfen, destabilisieren sowohl die Familie als auch den Betrieb.” Sandra Konrad, Das bleibt in der Familie

Rollenklarheit im Unternehmen

Rivalisierende Kinder buhlen um die Gunst des Vaters

Was unter anderem helfen kann ist z.B. einen Ist Stand zu ermitteln.
Aufstellungen können vorhandene Dynamiken und Stellungen zu anderen Menschen sichtbar machen. Man kann alles aufstellen, worüber man reden kann. Es fängt an bei Familienaufstellungen, wobei das IST Bild des aktuellen Familienbildes aufgestellt wird und danach passende Änderungen im Bild gemacht werden.

Zwischenmenschliche Dynamiken sichtbar machen

Aufstellungen haben längst den Dunstkreis von ´Esoterik´, ´Alternativ´ oder Nicht-Gesellschaftsfähig´ verlassen. In meiner Aufstellungsarbeit als Aufstellungsleiter erlebe ich immer wieder Veränderungen, die den Beteiligten große Bewegung und Wahlmöglichkeiten ermöglicht. Jeder der Beteiligten kann von Aufstellungen profitieren.

Eine kurze Wortbeschreibung des Wortes Esoterik (Wikipedia):

Im populären Sprachgebrauch versteht man unter Esoterik vielfach „Geheimlehren“. Ebenfalls sehr gebräuchlich ist der Bezug auf „höhere“ Erkenntnis und auf Wege, welche zu dieser führen sollen. Des Weiteren wird das Adjektiv „esoterisch“ häufig abwertend im Sinne von „unverständlich“ oder „versponnen“ verwendet.

Beim Wort Esoterik fängt Persönlichkeitsentwicklung schon an. Wie denke ich über bestimmte Worte, sogenannte Reizworte? Was bedeuten sie wirklich und was mache ich daraus? Wie reagiere ich darauf?

Im Bild oben ist Stonehenge abgebildet. Ein aus der Jungsteinzeit errichtetes Bauwerk. Selbst damals gab es für die Erbauer einen für sie wichtigen Grund, die Steine genau in dieser Form zu platzieren. Die (Auf-)Stellung am Ort und zueinander hatte einen großeren Sinn.

Eine andere Form sind Systemischen Aufstellungen. Ein System kann eine Familie sein. Ein System kann auch die Führungsetage im Unternehmen sein, eine Abteilung oder ein gesamtes Unternehmen. Wie stehen die einzelnen Personen zueinander? Welche Konflikte gibt es aktuell im System und wie reagieren die Beteiligten (sogenannte Repräsentanten) bei einer Aufstellung? Wo haben Kunden Ihren Platz? Oder habe ich diesen trotz Slogan “kundenorientiert” außen auf dem eigenen Werbeschild vergessen? Wie wird eine Veränderung des Bildes innerhalb der Aufstellung erlebt? Es ist erstaunlich, was zutage kommt und wie eine Veränderung erlebt wird.

Was sagen andere…

“Wir verstehen Systemischen Strukturaufstellungen als Interventionssystem und Sprache, mit deren Hilfe Systeme im Raum mit Personen als RepräsentantInnen für Teile des Systems dargestellt werden können.” SySt® Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd

Der Blick in den mentalen Rucksack.
Eine Beschreibung habe ich bereits in meinem Block dazu gegeben. Auch hier gilt es, einen IST-Stand zu ermitteln. Was trage ich gerade mit mir herum? Was empfinde ich davon als eine Belastung, und was als hilfreich und notwendig. Und welche Entscheidung treffe ich jetzt. Und da sind wir an einem kritischen und ausschlaggebenden Punkt. Entscheidungen treffen im Leben. Am Flughafen überlege ich auch nicht 1 Jahr oder mehr am Schalter, wenn die nette Dame des Bodenpersonals beim Check-Inn feststellt, dass das maximale Gewicht des Koffers für die Flugreise erreicht ist. Hier heißt es aus- und umpacken oder zahlen.

Fazit:
Für mich ergeben sich deutliche Zusammenhänge zwischen Aufstellungsarbeit, dem mentalen Rucksack und Unternehmensentwicklung. Es lohnt sich, bei manchen Dingen genauer hinzuschauen. Themen zu beleuchten, die vielleicht bisher keine Aufmerksamkeit gefunden haben und manchmal Dinge an der Wurzel anpacken und zuklären. Die Erkenntnisse daraus ermöglichen manchmal einen schnelleren und effizienteren Weg der persönlichen sowie unternehmerischen Entwicklung. Und letztendlich ergeben diese Maßnahmen dann einen leichteren Zugang zu den wirklich wichtigen Dingen, die es im Unternehmen anzupacken gilt.

Ich wünsche mir, dass Sie genauer hinschauen und sich inspirieren lassen von meinen Gedanken. Beleuchten Sie alle Ecken Ihres Daseins und treffen Sie Entscheidungen.

Ich möchte Sie dabei begleiten und Ihnen durch meine Erfahrungen mit diesen Themen ein sicheres Geleit ermöglichen.

Rufen Sie mich jetzt und wir vereinbaren einen Termin!
Telefon 0152-22633769

 

Herzliche Grüße
Daniel Hermes

Über Daniel Hermes

1971 wurde ich in Remscheid geboren. 17 Jahre arbeitete ich in einem mittelständigen Werkzeug-Großhandel in leitender und geschäftsführender Position, bevor ich meine Passion zum Beruf gemacht habe - Menschen bewegen. Ich arbeite selbstständig als Coach und Trainer. Neben Einzelcoaching (Life- und Business Coaching, Systemische Aufstellungen) begeistere ich Gruppen und Teams zu Themen wie Kommunikation, Vertrieb und Führung. Die Begleitung von Unternehmen auf Veränderungs- und Wachstumskurs bildet den Grundpfeiler meiner Passion.

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